Grundwissen moderner Ausbildung!

 

 

Das Wissen um die natürliche Funktionsweise des Hundes ist erforderlich um ein effektives Training mit dem Hund zu gewährleisten. Hier sind einige Grundinformationen zusammen getragen.

Ein Hund lernt immer, ob wir es wollen oder nicht. Lernen bedeutet für den Organismus sein Verhalten der Umwelt anzupassen, es zu optimieren. Der Hund (sowie jeder andere Organismus auch) strebt immer zum positiven.

 

Das Konditionieren beim Hund:


Unter Konditionierung versteht man das Erlernen von Reiz-Reaktions-Mustern (Stimulus-Response). Auf einen bestimmten Reiz folgt beim Organismus eine bestimmte Reaktion. Man unterscheidet zwei Grundtypen der Konditionierung:
1) Klassische Konditionierung
2) Operante / Instrumentelle Konditionierung

 

 

Die Klassische Konditionierung beim Hund:




Beschreibt das Erlernen von Triebstimmungen oder Gefühlen zu bestimmten Zeiten oder in bestimmten Örtlichkeiten.
Lernen durch Klassische Konditionierung wurde von Iwan Petrowitsch Pawlow beschrieben. Nach häufiger gemeinsamer Darbietung wurde der vorher neutrale Reiz (= Glockenton) zu einem konditionierten Reiz, der alleine fast dieselbe Reaktion (= Speichelfluss) auslösen kann, wie der unkonditionierte Reiz (= Futter), mit dem er gekoppelt wurde. Aus der unbedingten Reaktion (= Speichelfluss) auf das Futter wurde eine konditionierte Reaktion auf den Glockenton.

 

Die Instrumentelle Konditionierung beim Hund:


Beschreibt das Erlernen von Handlungen.
Bei der operanten oder auch instrumentellen Konditionierung kann ein ursprünglich unbedeutendes Spontanverhalten durch Belohnung oder Bestrafung bevorzugt oder vermieden werden. Die Häufigkeit des Auftretens eines Verhaltens kann also nachhaltig beeinflusst werden.

 

Die Bestätigung:


Bestätigung bedeutet die Erhöhung der Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens. Wichtig dabei ist, dass es nicht immer zur Triebbestätigung kommen muss. Auch das Verbessern seiner Situation oder Position wird vom Hund als Erfolg gewertet und damit als Belohnung empfunden.

 

Die Positive Verstärkung:


Bedeutet die Erhöhung der Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens, wenn als Reiz zum Beispiel eine Belohnung, eine „angenehme“ Konsequenz hinzutritt.

 

Die Negative Verstärkung:


Bedeutet die Erhöhung der Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens, wenn als Reiz ein negativer Verstärker entfernt wird.

 

Die Bestrafung:


Bestrafung bedeutet die Reduzierung der Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens. Wichtig ist dabei, dass es nicht zwingend einen „Bestrafer“ geben muss, sondern Bestrafung bezeichnet alle Verhaltenskontingenzen, welche die Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens reduzieren. Bestrafung bedeutet also nicht ausschließlich Korrektur oder Einwirkung.

 

Die Positive Bestrafung:


Bedeutet, dass ein spezifisches Verhalten einen aversiven Reiz zur Folge hat, der die Auftretenswahrscheinlichkeit dieses Verhaltens senkt.

 

Die Negative Bestrafung:


Bedeutet, dass ein spezifisches Verhalten zur Folge hat, dass ein positiver Reiz entfernt wird. Dadurch wird die Auftretenswahrscheinlichkeit dieses Verhaltens gesenkt.

Schäferhundverein SV

OG Werdershausen e.V.

Detlef Mußdorf

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Es ist immer der Mensch, der den Hund nicht versteht. Nie umgekehrt!

"Gewalt beginnt immer dort, wo Wissen auf hört und Verzweiflung seinen Anfang nimmt"

Das mir mein Hund viel lieber sei, sagst Du oh Mensch wär Sünde, der Hund blieb mir im Sturme treu der Mensch nicht mal im Winde.